Medikamente

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Beitragvon Annette71 » Mo 13. Nov 2017, 19:53

Hallo ihr Lieben,
wollte mich mal wieder melden (oops67) ...ich weiss ja, dass ihr nicht böse seid, wenn ich nur sporadisch vorbei schaue *hallo* .
Ich habe ja mal geschrieben, dass ich ne Einweisung zur psychischen Reha hab...noch 2 Wochen dann ist die Zeit schon wieder vorbei...ist echt super dort und man lernt tolle Leute kennen.Nur wie so oft hab ich das Gefühl dort kennt man sich überhaupt nicht mit Fibro aus...meine zuständige Psychologin hat das gleich gesagt...nur bei einer Mitpatientin hatte ich das Gefühl sie wird nur auf ihre Depression behandelt und ihre Fibro ist aussen vor!!!Ich war entsetzt als sie sagte der Arzt hätte ihr "befohlen " alle Medis (Lyrika hochdosiert und Ibuprofen)
sofort abzusetzen und durch Amineurin (Amitriptilyn)zu ersetzen!!!!!Ich habe genau gewusst was passiert....sie hatte hochgradige Entzugserscheinungen und musste/hat die Reha abgebrochen....ich bin ja kein Arzt...aber ich persönlich habe diesen Oberarzt in die "Übliche Schublade" geschoben...Fibro ist allerhöchstens ne psychische Erkrankung und ausserdem muss man viel Sport (natürlich im Rahmen der Möglichkeiten) machen :k20: .
Ich hab einmal versucht mich der Therapie 'Spaziergang ' anzuschließen...keiner war mein Tempo...also Griff ins Klo.

Gegen alle anderen Sporttherapieen ausser Tischtennis in der Anfängergruppe hab ich mich vehement und erfolgreich gewehrt...trotzdem hab ich seit Mittwoch wieder einen heftigen Schub...wenigstens hat man Verständnis ....
Ich bin Mittlerweile auch auf 75 mg Amineurin abends...gegen die Schmerzen hilft es nix aber ich kann wenigstens besser schlafen... :k28:

Hat das von euch schon mal jemand gehört, dass man Lyrika (Pregabalin) einfach so absetzen und durch ein Antidepressiva ersetzen kann???

Alles Liebe euch allen und einen schönen Abend wenn möglichst schmerzfrei (Ich hab vom tippen Schmerzen in den Händen)aber diesen Beitrag musste ich euch schreiben :k23: !!!!

Annette
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Re: Medikamente

Beitragvon Shetyna » Mo 13. Nov 2017, 20:01

Hallo Annette,

schön wieder von dir zu hören und auch, dass es dir in der REHA gefällt. Das auch da nicht immer alles richtig geht in Bezug auf Fibro muss uns doch nicht wundern. Fibro ist und bleibt für viele Ärzte/Therapeuten ein Stiefkind. Kann nur hoffen, dass die Patienten, von der du erzählt hast, doch noch richtig behandelt wird und so bei ihr eine Besserung eintritt.

Wünsche dir noch eine gute Zeit dort und weiterhin viel Erfolg!

Liebe Grüße
Shetyna
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Re: Medikamente

Beitragvon Anna » Mo 13. Nov 2017, 20:39

Hallo Anette,ja habe ich schon gehört,dass man Pregabalin absetzt zB in der Schmerzklinik!Wenn es nicht die Wirkung zeigt muss man es absetzen,dass war bei mir auch so,obwohl es eigentlich bei meinen Nervenschmerzen die richtige Wahl war.Man muss es halt ausprobieren.Wenn die Fibromyalgie durch zu hohen Muskeltonus ausgelöst wurde zB Bei einer somatoforme Fibromyalgie ist es oft so,dass Amitriptylin eine gute Wahl ist aber auch Ortoton.Es ist sehr schwierig,dass richtige Medikament zu finden,da es bei jedem einen anderen Auslöser gibt und viele sind psychischen Ursprungs nur die meisten wissen es nicht! Liebe Grüße Anna
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Re: Medikamente

Beitragvon Annette71 » Mo 13. Nov 2017, 21:26

Hallo Anna,
Danke für die Antwort....wie du ja weisst habe ich vermutlich die gleiche Art Fibro wie du (hohe Muskelspannung im ganzen Körper und SFPNP) auch ich hatte schon Pregabalin 2 Jahre dann hat es nix mehr genutzt und ich habs weggelassen also ausgeschlichen nicht aprupt abgesetzt.....darum hab ich gefragt weil meine Neurologin das gesagt hat man müsse das langsam ausschleichen und dann das neue Medikament langsam einschleichen und langsam erhöhen....bei meinem Mann der Epileptiker ist wurde das immer so gehandhabt mit den Antiepileptika....und leider musste Er die Medis öfters wechseln ... *krank002* :k35:

Wünsche dir alles Liebe
Annette
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Re: Medikamente

Beitragvon Lora58 » Di 14. Nov 2017, 09:26

Hallo Annette71,
schön wieder von Dir zu hören. Nicht schön, dass Du wohl eine Klinik erwischt hast die nicht so ganz auf Fibro eingestellt ist. Es ist eigentlich das was wir hier immer sagen, viele Ärzte nehmen das Fibro Krankheitsbild überhaupt nicht ernst und ich würde mit dem einweisenden Arzt mal ein paar Takte sagen vor allem, dass Du kaum davon profitieren konntst . Medis ist eine Sache, aber die falsche Klinik kann fatale Auswirkungen haben, das habe ich selbst erlebt. Wir müssen unsere "Fibro-Tante" ernster nehmen, ansonsten werden wir ganz schnell wieder in eine Schublade gesteckt.
Wegen Sport, Medi-Absetzungen oder Änderungen (was ein beliebtes Tun ist, weil die Ärzte denken, dass wir denken sollen sie seinen super Profis) brauchen wir keine Reha und wir müssen die Kliniken die uns zugewiesen wurden auch nicht annehmen.
Ich weiß aus vielen Erzählungen und auch hier von den Berichten, dass die Schön-Klinik in Bad Bramstett hervorragend sein soll, dort wurde ich nun angemeldet ich probiere es aus.

an Alle hier,
solltet ihr das immer seltenere Vergnügen haben in eine Fibro Klinik (Schmerzklinik)gehen zu dürfen, ruft bei einem Verband, bei der Krankenkasse usw. an um euch zu erkundigen. Ich habe es 2012 nicht getan und kam als schmerzhaftes Wrack nach Hause. Die orthop. Klinik bzw. Personal meinte ich müsse tägl. an die Kletterwand usw.

Annette, trotzdem hoffe ich, dass Du ein klein Wenig etwas mit nehmen konntest und sei es nur etwas Ruhe

LG
Lora
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Re: Medikamente

Beitragvon Claudia » Di 14. Nov 2017, 15:52

Hallo Anette!
Soweit ich weiß,gehört Lyrika zu den Antiepileptika die bei Nervenschmerzen helfen können . Wenn jemand das über lange Zeit nimmt ,sollte es keinesfalls abrupt abgesetzt werden -sondern langsam reduziert werden!
Viele Grüße
C
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Re: Medikamente

Beitragvon Annette71 » Di 14. Nov 2017, 21:10

Hallo ihr Lieben!!
Danke für die lieben Antworten und dass ihr mir recht gebt mit dem Ausschleichen der Medis (Antiepileptika)
Ich kann echt von Glück sagen, dass meine zuständige Psychologin in Sachen Fibro Verständnis zeigt. Jedoch heute meinte sie, ich hätte zu Anfang der Reha so sehr betont, ob sie sich mit Fibro auskennt oder mit dem Krankheitsbild etwas anfangen kann und ob ich denn unter Druck stehen würde die Existenz der Erkrankung beweisen zu müssen?Hallo????Ich hab dann gesagt wie oft ich schon wegen der Fibro in die Psychoecke geschoben wurde und wie mir das Doktorhopping so zuwieder ist !!!!Ich glaube nicht, dass sie genauso wie alle weiss was für ein Kampf es ist jeden Tag mit dieser sch...Krankheit zu leben und dich der Gesellschaft sowie der Ärzteschaft zu erklären und zu behaupten :k25: .
*Lora ich wünsche Dir das Allerbeste für deinen Aufenthalt in der Klink vor allem, dass man dich erst nimmt und du Erfolge verzeichnen kannst. Meinen Aufenthalt in der Tagesklinik eines Zentrums für Psychiatrie und Psychotherapie habe ich mir selbst ausgesucht und mich einweisen lassen. Auslöser dazu war der "Reinfall"Schmerztherapeut und zum Ende des Aufenthalts muss ich echt sagen es war sehr gut und die Klinik hat mir viel mehr gebracht als die Klinik mit Fibrostation vor 3 Jahren...Marke viel Sport und viel blabla bringt viel....nämlich gar nix :k37: .
Mit der Depression oder der Diagnose muss ich auch erstmal zurecht kommen...ambulante Therapie inklusive... :k40:
Aber wem sag ich das denn...wer versteht mich besser als ihr????Danke dass ich mich auskotzen darf!!! :k29:
Wünsche euch allen einen schönen Abend und eine schlafreiche Nacht!!!! :k42:
Annette
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Re: Medikamente

Beitragvon Shetyna » Di 14. Nov 2017, 21:23

wünsche dir ebenfalls eine Gute Nacht!

Und du weißt doch, dass du hier immer jammern darfst. Denn wer soll dich sonst verstehen, wenn nicht wir, die ebenfalls betroffen sind! Jeder von uns hat hier schon mal gejammert und das ist auch gut so.

Du hast Recht, wenn jemand nicht selbst betroffen ist, dann kann er es nicht nachvollziehen wie es einem geht und wie sehr man jeden Tag kämpfen muss um seine alltäglichen Dinge zu erledigen. Und das man auf vieles verzichten muss, was für andere normal und selbstverständlich ist.

Liebe Grüße
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Re: Medikamente

Beitragvon Anna » Di 14. Nov 2017, 22:20

Hallo ihr Lieben,
Bei mir hat man in der Schmerzklinik das Pregabalin von heute auf morgen abgesetzt ,ich war aber auch unter Kontrolle!
Der Sinn der Schmerzklinik ist ja auch das richtige Medikament zu finden und man hat ja nur begrenzt Zeit.
Sicher sollte man im besten Fall Medikamente ausschöpfen,dass haben sie zB mit Tilidin auch gemacht.Gott sei Dank hatte ich bisher nur Glück mit allen Ärzten und Kliniken gehabt,also ich kann mich da nicht einreihen.
Doch ich finde dass man alles Berücksichtigen sollte auch die Psyche,denn sie ist nun Mal ein großer Faktor in unserem Leben.
Wenn der Muskeltonus zu hoch ist,dann ist die Psyche mit im Spiel. Bei anderen spielen andere Faktoren eine Rolle,sowie Arthrose usw.
Wichtig finde ich persönlich,ist es zu wissen woher es kommt. Gute Nacht liebe Grüße Anna
Der Weg ist das Ziel. *zeig*
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Re: Medikamente

Beitragvon oesb » Di 15. Mai 2018, 21:50

Hallo,

hier wird über Medikamente im Rahmen der Behandlung von FMS geschrieben, OK und über psychische Erkrankungen in Bezug auf FMS.

Also alles was ich über FMS im seriösen, bewiesenen Bereich an Berichten Studien Abhandlungen ... gelesen habe geht in eine Richtung, Medikamente gegen FMS gibt es nicht, Schmerzmittel wirken gemein hin nicht. FMS kann bedingt durch die Schmerzen, psychische Probleme auslösen, aber es wird generell von Psychopharmaka abgeraten und wenn dann nur kurz- bzw. mittelfristig im Rahmen einer Therapie.

Vielleicht habe ich da ja auch was falsch verstanden. *denk003*
LG Oesb
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