Fibromyalgie: eine mitochondriale Erkrankung?

Fibromyalgie: eine mitochondriale Erkrankung?

Beitragvon Fox » Di 17. Apr 2018, 15:34

Dass die Fibromyalgie mit einer Schwächung und Störung der Mitochondrien zusammenhänge oder darauf zurückzuführen sei, ist keine ganz neue Vermutung. Aber erst letzthin ist es einer Gruppe spanischer Forscher gelungen, in Hautproben von Fibromyalgie-Betroffenen eine Mitochondrienstörung nachzuweisen.1

Die 2015 veröffentlichte Studie wurde in der wissenschaftlichen Rheumatologie allgemein zur Kenntnis genommen.2 Sollten weitere Forschungen sie bekräftigen, wird man die Fibromyalgie wahrscheinlich in die Liste der mitochondrialen Erkrankungen aufnehmen müssen. Gegenwärtig zählen weder Wikipedia noch der Pschyrembel das Fibromyalgie-Syndrom zur Gruppe der Mitochondropathien.3

Schon einige Schritte weiter gehen manche Komplementärmediziner. Sie nehmen die mitochondriale Wurzel der Fibromyalgie sehr ernst und empfehlen zu ihrer Behandlung eine gründliche Mitochondrien-Therapie. Diese verzichtet auf die üblichen Medikamente, weil man Anzeichen dafür sieht, dass Schmerzmittel und Antidepressiva die Aktivität der Mitochondrien schwächen und ihnen Schaden zufügen.



Was sind Mitochondrien?

Mitochondrien produzieren Lebensenergie
Täglich bilden Billiarden von Mitochondrien in unseren Zellen das wichtigste Energiemolekül im Körper: Adenosin-Triphosphat, kurz ATP. Sämtliche Organe und alle Muskeln verwenden das ATP-Molekül als Energiequelle. Vertreter der Bioenergetik identifizieren ATP mit Qi. Der nicht eindeutig übersetzbare chinesische Begriff steht für die universelle Lebensenergie. Diese Energie im Körper zu mehren, zu kultivieren und zu transformieren, ist Sinn und Zweck von Qi Gong.


Wenn Mitochondrien Lebensenergie erzeugen, dann könnte das unsere ewige Müdigkeit und Antriebslosigkeit erklären.
Ich finde es wirklich toll, dass weiter geforscht wird und auch weitergedacht wird. Welcher Schulmediziner käme auf diese Idee?
Hoffentlich kann ich bald weitere Erkenntnisse für euch posten!

Quelle: https://www.rheumaliga.ch
Liebe Grüße - euer Fuchs
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Re: Fibromyalgie: eine mitochondriale Erkrankung?

Beitragvon Shetyna » Di 17. Apr 2018, 17:25

Hallo Fox,

danke für diese Infos. Ja, Energie fehlt uns tatsächlich, und das in großen Mengen. Daher unsere ständige Müdigkeit und Erschöpfung. Wäre also ein guter Ansatz für die Forschung sich damit mehr zu beschäftigen und zu erforschen, wie es sich auf uns Fibros auswirkt. Wir dürfen also gespannt sein, ob noch was passiert und wenn ja, was.

Also weiter warten und hoffen ......

Liebe Grüße
Shetyna

Hier noch ein Link mit Infos über Mitochondrien: www.medizin-welt.info/wissen/Mitochondr ... ist-das/20
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Re: Fibromyalgie: eine mitochondriale Erkrankung?

Beitragvon Claudia » Di 17. Apr 2018, 18:44

Danke für die Infos! Ist hoffentlich ein Ansporn für Forscher und Mediziner in der Richtung weiter zu forschen!
Viele Grüße
Claudia
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Re: Fibromyalgie: eine mitochondriale Erkrankung?

Beitragvon Connie » Mi 18. Apr 2018, 06:57

Auch ich danke für die Infos. Bleibt zu hoffen, daß alles nun doch viel schneller vorangehen wird, damit wir auch noch etwas davon haben. :k35:

LG
Die Connie
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Re: Fibromyalgie: eine mitochondriale Erkrankung?

Beitragvon Lora58 » Mi 18. Apr 2018, 07:47

Hallo Fox,

nun haben wir es endlich erreicht, es wird geforscht an allen Ecken und Enden. Gut so. So langsam laufen denen nämlich die Kosten davon., Und da der ob. Gerichtshof nun bald entscheidet ob bei Fibroerkrankungen eine Verberentung kommen wird macht das Ganze nun auch noch etwas flotter. Geht doch.

Es scheint tatsächlich auch so zu sein, dass uns bei den Nervensträngen die Ummantelung verloren geht und somit der Nerv tot geht. Siehe Würzburger Studie. Der Nerv ist der Schmerzgeber. Nun kommt das Zusammenspiel mit den Mitochondrien und des Weitereren die Umsetzung derer bzw. die Zuarbeit mit den Mineralstoffen, Eiweißen usw. was ja bei uns gestört ist............... Warten wir es ab, es hört sich interessant an. Für mich so interessant, dass ich meine Lehrbücher wieder rausholen werde sobald meine "Malzwänge" etwas weniger werden (schreib) (yahoo) (yahoo)

LG
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Re: Fibromyalgie: eine mitochondriale Erkrankung?

Beitragvon Fox » Mi 18. Apr 2018, 11:53

Hallo meine Lieben!

Ich finde es auch sehr gut, dass in Punkto Forschung was weiter geht =)
Und besonders hat mich gefreut, dass man anfängt, ganzheitlich zu denken. Das ist einfach das Manko der Schulmedizin.

Dann wollen wir mal kucken, welches Kraut unsere Akkus wieder auflädt :k30:
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Re: Fibromyalgie: eine mitochondriale Erkrankung?

Beitragvon Shetyna » Fr 27. Apr 2018, 20:52

es gibt jetzt noch einen weiteren Artikel dazu:

https://healingfrequency.com/fibromyalgi ... ktivitaet/


Liebe Grüße
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Re: Fibromyalgie: eine mitochondriale Erkrankung?

Beitragvon Anna » Sa 28. Apr 2018, 05:52

Danke fand ich sehr informativ!Werde auch meine Therapeutin Mal darauf ansprechen! LG Anna
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Re: Fibromyalgie: eine mitochondriale Erkrankung?

Beitragvon Shetyna » Fr 22. Jun 2018, 21:19

zu diesem Thema entdeckte ich diese Mitteilung der Deutschen Fibromyalgie Vereinigung:

https://www.fibromyalgie-fms.de/informat ... itteilung/ - ich werde aber aus Sicherheitsgründen den Inhalt kopieren und unten einfügen, denn mein Computerprogramm sagt mir, dass diese Seite keine sichere Seite ist und gehackt werden könnte. Daher bitte nicht anklicken, sondern den Text unten lesen.

Darin wird erwähnt, dass durch fehlende Energie in Form von ATP die Muskulatur über 20% weniger Energie als normal verfügt. Und, und das finde ich für mich recht interessant, es kann dadurch zu einer Herzschwäche / Herzinsuffizienz kommen.

Liebe Grüße
Shetyna


Hier nun der Inhalt der Mitteilung, diese kommt, wie erwähnt, aus dem o.g. Link:

CHRONISCHE ERSCHÖPFUNG UND FIBROMYALGIE
06.05.2016 | Forschung
Aufgrund ihrer Symptome besteht eine Analogie zwischen dem chronischen Erschöpfungssyndrom (CFS= chronic fatigue syndrome) und Fibromyalgie, die - neben chronischen Schmerzen in verschiedenen Körperregionen - ebenfalls durch eine andauernde Müdigkeit bis hin zur Erschöpfung, allgemeine Schwäche sowie Schlafstörungen gekennzeichnet ist. Nicht selten treten bei Patienten beide Krankheitsbilder gemeinsam auf.

CFS kann als eine "Energiekrise" des Organismus betrachtet werden. Die Muskulatur von CFS- und Fibromyalgie-Patienten verfügt über 20 Prozent weniger Energie als normal, körperliche Anstrengungen werden daher schlechter toleriert, und es mangelt an Ausdauer. Eine Studie aus dem Jahr 2009 konnte belegen, dass Schweregrad der Erkrankung und Ausmaß der Fehlfunktion der Mitochondrien in den Körperzellen der Betroffenen auf bemerkenswerte Weise korrelieren.

Mitochondrien sind die Kraftwerke in den Körperzellen. Für alle in den Körperzellen ablaufenden Prozesse wird Energie benötigt. Diese Energie wird in Form von ATP (Adenosintriphosphat) bereitgestellt. Bei einem durchschnittlichen erwachsenen Menschen entspricht die Menge ATP, die täglich in seinem Körper auf- und wieder abgebaut wird, etwa seinem Körpergewicht. So verbraucht ein 80 kg schwerer Mann etwa 40 kg ATP am Tag, die durch neu gebildete weitere 40 kg ersetzt werden. Der ATP-Durchsatz kann bei intensiver Arbeit auf 0,5 kg pro Minute ansteigen. Die ATP-Synthese erfolgt in den Mitochondrien über die oxidative Phosphorylierung in der Atmungskette. Dieser Prozess verläuft jedoch sehr langsam, und die ATP-Speicher in besonders beanspruchten Zellen, beispielsweise Muskelzellen, sind schnell erschöpft. So reicht der ATP-Vorrat in aktiven Muskeln nur für wenige Sekunden. Die Nachproduktion von ATP wird somit zu einem begrenzenden Faktor. Ein Mangel an ATP bedeutet eine Energiekrise der Zellen und kann eine CFS provozieren. Aber auch der Herzmuskel leidet, wenn die Energiezufuhr stockt, Herzschwäche (Herzinsuffizienz) kann die Folge sein.

Ein zentraler ATP-Bestandteil ist das Zuckermolekül Ribose. Ohne Ribose kann die Zelle kein ATP bilden. Verschiedene Untersuchungen (s. Quellen) konnten zeigen, dass Patienten mit CFS und/oder Fibromyalgie von einer verbesserten Versorgung mit D-Ribose profitieren. Somit erscheint eine zusätzlichen Gabe von D-Ribose für Patienten mit CFS, Fibromyalgie und Herzinsuffizienz sinnvoll, um den Körperzellen wieder ausreichend Energie zuzuführen. Damit steigt die körperliche und kognitive Belastbarkeit und die Beschwerden werden abgemildert. Nebenwirkungen der D-Ribose wurden auch bei dauerhafter Einnahme, wie sie bei Sportlern üblich ist, nicht beobachtet.

Weiterer Vorteil: Eine Gewichtszunahme durch D-Ribose ist nicht zu erwarten, da der Körper erkennt, dass diese Substanz sich von anderen Zuckermolekülen unterscheidet und sie nur dafür verwendet wird, die Energiespeicher von Herz, Muskeln, Gehirn und anderen Geweben wieder aufzufüllen.

Unter dem chronischen Erschöpfungssyndrom (CFS= chronic fatigue syndrome) leiden weltweit mehrere Millionen Menschen. Betroffen sind alle Altersgruppen, einen Schwerpunkt bilden die 30 bis 45 Jährigen, wobei Frauen mit zirka 75 Prozent überwiegen. Typisch für CFS sind eine lähmende geistige und körperliche Ermüdung bzw. schnelle Erschöpfbarkeit verbunden mit Konzentrations- und Gedächtnisstörungen, nicht erholsamem Schlaf und Gelenk- und Muskelschmerzen.

Quellen

Leonard, J. et al. (1999:) "A community-based study of Chronic Fatigue Syndrome." Arch Intern Med 159 (18): 2129-2137
Eisinger, J. et al. (1994): "Glycolysis Abnormalities in Fibromyalgia." J Am Coll Nutr 13(2): 144-148
Bengtsson, A.; Henriksson, K.G. (1989): "The Muscle in Fibromyalgia - a Review of Swedish Studies." Journal of Rheumatology Supplement 19: 144-148
Myhill et al. (2009): "Chronic Fatigue Syndrome and mitochondrial dysfunction." Int J Clin Exp Med 2(1): 1-16
Gebhart, B.; Jorgensen, J.A. (2004) : "Benefit of Ribose in a patient with fibromyalgia." Pharmacotherapy 24(11): 1646-1648
Teitelbaum et al. (2006): "The Use of D-Ribose in CFS and Fibromyalgia: a pilot study."Journal of Alternative and Complementary Medicine 12(9): 857-862
Wagner et al. (2009) D-Ribose, a metabolic substrate for congestive heart failure. Prog Cardiovasc Nurs 24(2): 59-60
Pressedienst Deutsche Gesundheits-Korrespondenz vom Deutschen Grünen Kreuz. dgk, Jg. 51, 1/2-2010
Links zu den Quellen unter https://www.menschenswetter.de/editorial ... ann-helfen
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Re: Fibromyalgie: eine mitochondriale Erkrankung?

Beitragvon Mia » Sa 23. Jun 2018, 08:53

Moin Shetyna
vielen Dank für diesen sehr interressanten Beitrag. Dürfen wir da vielleicht etwas Hoffnung schöpfen, dass die Mediziner uns endlich helfen können. Denn z.Zt ist mein Energievorrat stark geschrumpft und ich kann mal wieder schlecht schlafen. Habe meine Dosis inzwischen verdoppelt was mir natürlich nicht recht ist. Trotzdem habe ich große Einschlafprobleme.

LG MIa
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