Neue Fibrotante

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Re: Neue Fibrotante

Beitragvon Sabine » Sa 21. Okt 2017, 10:46

eigentlich schon seit 30 Jahren, wusste aber nie warum und weshalb. Starker Schwindel kommt manchmal dazu und dann sitze ich den ganzen Tag
auf dem Stuhl und könnte nur die Wände anstarren.
Erst als vor einem Jahr Schmerzen unter den Füßen auftraten (ich kam morgens nicht aus dem Bett, konnte nicht auftreten) wurde ein Rheumatologe
mal aufmerksam. Im Gegensatz zu den Anderen hier habe ich es (bis jetzt) noch relativ gut, habe - wenn nicht grade so ein Schub kommt) keine
Schmerzen gross, habe aber enorme Darmprobleme (chr. Durchfall), ständige Spiegelungen wo nichts gefunden wird. Ich denke also es wird auch
irgendwie mit der Fibro zusammenhängen. Bin GsD schon 20 Jahre in Rente, könnte mir mit meinem Durchfall und Matschkopf gar nicht vorstellen
wie ich das meistern sollte. Am allerschlimmsten ist aber für mich diese Antriebslosigkeit, muss mich zu vielem wirklich durchringen.

LG
Sabine
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Re: Neue Fibrotante

Beitragvon Frecky » Sa 21. Okt 2017, 11:07

Hallo Sabine,

Da hat man dich ja sehr viele Jahre im Ungewissen gelassen :k37: ich hatte die Diagnose nach ca 1 Jahr , aber nur, weil ich meinem damaligen Hausarzt Druck gemacht habe, aufgrund meines Leidensdruckes. In dem Jahr war ich völlig am Ende und konnte nicht mehr, zumal ich noch in der ambulanten Pflege gearbeitet hatte, mit ganz wenig freien Tagen und überwiegend 12 Tage durchgehend Dienst. Dazu kam noch meine Scheidung und die Wechseljahre :k51:
Ich war dann aber froh, als ich die Diagnose bekam. Ich kam mir schon vor wie eine Simulantin (ohmann)
Du kannst ja froh sein, dass du berentet bist. Das soll allein mit Fibro ja kaum möglich sein.

Liebe Grüße
Frecky
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Re: Neue Fibrotante

Beitragvon Lora58 » Sa 21. Okt 2017, 11:18

Hallo Frecky,
auch ich wünsche Dich herzlich willkommen. Bin mit Shetyna u. Fox die "alten Hasen" hier. Schön dass Du zu uns gekommen bist und ich freue mich über Deine Berichte.

LG
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Re: Neue Fibrotante

Beitragvon Connie » Sa 21. Okt 2017, 13:34

Frecky hat geschrieben:Hallo ihr lieben,

Wer nicht betroffen ist, kann es sich meistens nicht vorstellen. Von den Ärzten bin ich auch enttäuscht, außer von meinem Schmerztherapeuten. Allerdings meinte er im letzten Herbst, dass er den Eindruck hat, dass ich die Fibro noch nicht akzeptiert habe. Wenn es mir schlechter geht, bin ich eben genervt, enttäuscht, traurig oder sonstwas . Ich möchte doch nicht depri werden. Ich weiß, ich muss damit leben und so freue ich mich auch über gute Tage . Was ich nicht mehr hören mag ist „ machen Sie SPORT, das hilft! „
Liebe Grüße
Frecky


Ja, genauso ist es! So geht es mir auch.
Ich weiß nicht, ob sich jemand, der nicht krank ist, überhaupt vorstellen kann, wie schwer es ist, eine Krankheit zu akzeptieren, die einen so sehr einschränkt, und die das Leben komplett verändert. Als Trost könnte man nehmen, daß es keine todbringende Krankheit ist. Dennoch, es ist doch klar, daß man bei all dem, was wir mitmachen, normal ist, wenn wir nicht nur freudestrahlend durch die Gegend laufen. Gerade ein Arzt müßte das doch einsehen.

Und der Spruch mit dem Sport machen, ist ein rotes Tuch für mich. Als würde das in unserer Situtation das Allheilmittel sein. Ich fühle mich dann auch immer schlecht verstanden, denn es ist ja nicht so, daß ich ein fauler Mensch bin oder war, der jede Bewegung und Anstrengung zu vermeiden suchte. Das Gegneteil ist und war ja der Fall. Wenn ich dann immer aufzähle, was ich bis vor Beginn der Krankheit an Bewegung und Sport gemacht habe, gucken die oft ungläubig.
Na ja, so hat halt jeder seine Erfahrung, aber es ist schon bezeichnend, daß wir doch immer dieselben Sprüche zu hören bekommen.

LG
Die Connie
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Re: Neue Fibrotante

Beitragvon Shetyna » Sa 21. Okt 2017, 14:29

du hast es genau auf den Punkt gebracht! Besser hätte ich es auch nicht ausdrücken können.

Liebe Grüße
Shetyna
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Re: Neue Fibrotante

Beitragvon Claudia » Sa 21. Okt 2017, 18:04

Hallo Frecky!
Mit Fibro in Rente gehen zu können ,ist fast aussichtslos. Aber ich weiß wie viel Einsatz in der Pflege verlangt wird und mir war es ebenfalls nicht möglich weiter im drei Schichten Dienst zwölf Tage am Stück zu arbeiten. Zum einen hatte ich damals niemand zur Betreuung meines Kindes und zum anderen haben damals die Fibro Probleme stark zu genommen.
Doch es dauerte eine Zeit bis die Diagnose gestellt wurde und die Diagnose allein hilft erstmal nichts ,der Kommentar meines Orthopäden war „da kann ich Ihnen nicht helfen!“. Und ich wollte mich erstmal nicht mit so einer Diagnose Auseinandersetzen,dafür habe ich meinen Preis bezahlt!
Was mich reagieren würde,wie haben deine Kollegen auf deine Diagnose reagiert?
Viele Grüße
Claudia
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Re: Neue Fibrotante

Beitragvon Mia » So 22. Okt 2017, 10:01

Herzlich willkommen Frecky und wünsche Dir, dass Du Dich wohlfühlst hier bei uns Fibros.
Ich bin in diesem Monat 65 geworden und leide seit über 20 Jahren an Fibro. Ich habe erst meine Kinder betreut, dann mit anfang 40 Brustkrebs mit allem drum und dran gehabt und danach mein Hobby gefunden: Krankheiten. Habe ausser Fibro noch Gelenk-Rheuma, Osteoporose, Diabetes und div. Arthosen. Leider ist es mir nicht möglich, mein HObby zu wechseln (nae) . Bin verheiratet und habe 2 Mädchen, erwachsen und 2 Enkelinnen, die mich etwas auf Trab halten. Komme auch grad aus einem Fam.urlaub in Dänemark, der wieder super war. Wir machen das einmal im Jahr und es ist immer wieder schön.

LG MIa
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Re: Neue Fibrotante

Beitragvon Frecky » So 22. Okt 2017, 15:26

Hallo ihr lieben,

Vielen Dank für eure lieben Antworten und den tollen Empfang . Ihr seid alle spitzeeeee (klatschi) .

@ Claudia ,
Meinen Kollegen damals in der ambulanten Pflege habe ich nichts erzählt. Die dachten, mir gehts nicht so gut, aufgrund der Wechseljahre . Bekam ich ja kurz vorher . Allerdings musste u. Konnte ich, durch Fibro bedingt wieder in meiner ehem. Arztpraxis (Urologie) anfangen. Das war wie ein 6 er im Lotto. Meinen 2 lieblingskollegen hab ich es erzählt und im letzten Jahr meinem Chef , weil ich meine Stunden auf 22/Woche reduzieren musste. Sie waren schon erstaunt, weil ich ja immer in der Praxis funktioniert habe und die Schmerzen auch erst im Feierabend extrem wurden. Arbeit lenkt schon ab, aber zu Hause bin ich ein Wrack :k27:
Vielleicht war auch mein Problem , dass ich immer funktioniert habe , schon seit meiner Kindheit . Alles immer gewuppt, Haushalt, Garten , 3 Kids erzogen, Job, für meine Eltern alles regelt. Dann Scheidung , Wechseljahre , Pflegeberuf. Da muss wohl das Maß überschritten worden sein :k37:

Jetzt hab ich doch wieder so weit ausgeholt. (schreib)


Liebe Grüße
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Re: Neue Fibrotante

Beitragvon Claudia » So 22. Okt 2017, 16:45

Hallo Frecky!
Tja deine Geschichte ist eigentlich Typisch für uns Fibros,wir haben irgendwie das Helfer Syndrom bis es nicht mehr geht und uns die Fibro matt setzt .
Ganz oft haben wir schon festgestellt,das viele von uns soziale Berufe ausgeübt haben und auch Familie und Privates gewuppt haben ,bis die Fibro ihnen Grenzen aufgezeigt hat.
Viele Grüße
Claudia
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Re: Neue Fibrotante

Beitragvon Shetyna » Mo 23. Okt 2017, 06:47

kann ich mich nur anschließen. So lange man es muss, schafft man es auch irgendwie. Aber dadurch verschlechtert sich natürlich auch der Gesundheitszustand, denn Stress und Überarbeitung mag die olle Tante (Fibromyalgie) nun mal gar nicht.

Und du darfst ruhig viel erzählen oder auch mal jammern, dafür ist das Forum schließlich gedacht und wir haben alle Verständnis dafür. Es geht uns doch ähnlich und so sitzen wir alle im gleichen Boot.

Liebe Grüße
Shetyna
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